Bericht: Wie Amazon seine Macht gegenüber Marketplace-Händlern nutzt
In einam aktuellen Bericht verweist t3n auf Medienberichte und Beiträge in Händlerforen in den USA, wonach US-Händler derzeit vermehrt adressiert würden, wenn sie ihre Ware außerhalb des Amazon Marketplace günstiger anbieten würden.
„Offenbar werden infolgedessen auch die entsprechenden Angebote schlechter gerankt, was schlechtere Abverkäufe zur Folge hat“, heißt es weiter in dem Bericht. Alternativ könnten die Händler die Preise bei der Konkurrenz erhöhen, um der Abstrafung durch den Marktplatz zu entgehen. Obwohl nicht in allen Fällen explizit Händler zu Preiserhöhungen bei anderen Plattformen ermahnt würden, agierten viele Partner schon im vorauseilenden Gehorsam dementsprechend, so t3n. Teilweise würde nach Erfahrungen von Forennutzern auch der Buy-Now-Button auf der Plattform entfernt. „So bleibt das Produkt zwar immer noch über die Plattform erhältlich, die Händler dürften die geringeren Umsatzzahlen aber durchaus spüren“, berichtet t3n-Autor Tobias Weidemann.
Vor diesem Hintergrund würde im Rahmen der Untersuchungen durch die EU-Kommission und die Wettbewerbshüter in den USA die Argumentationsweise für den Plattformbetreiber Amazon nicht einfacher werden, erinnert der Autor und erwähnt dabei ein juristisches Verfahren vor einem Bezirksgericht in Kalifornien zu Vorwürfen, Amazon-Manager hätten andere Mitarbeiter dazu gedrängt, Verkäufer von Ebay abzuwerben. Neu seien diese Streitigkeiten nicht, wie eine weitere Prozessklage von Ebay gegen Amazon zeige, schließt der tn3-Bericht.
