Abgeschwächte Inflationsrate
Dämpfend auf die Inflationsrate für Mai 2019 wirkte vor allem der Preisrückgang bei Pauschalreisen (-9,0 Prozent). Zudem schwächte sich der Preisauftrieb für Flugtickets und Bahntickets wieder deutlich ab. Diese Preisrückgänge sind in erster Linie auf den Kalendereffekt durch die im Vergleich zum Vorjahr späte Lage von Pfingsten in diesem Jahr zurückzuführen.
Energieprodukte teurer
Energieprodukte verteuerten sich von Mai 2018 bis Mai 2019 um 4,2 Prozent und wirkten damit wie schon im Vormonat erhöhend auf die Gesamtteuerung. Die Preise für Kraftstoffe erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 4,6 Prozent, die für leichtes Heizöl um 3,7 Prozent. Deutlich teurer als ein Jahr zuvor waren auch Fernwärme (5,5 Prozent), Erdgas (3,4 Prozent) und Strom (3,2 Prozent). Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im Mai 2019 bei plus 1,2 Prozent gelegen.
Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich von Mai 2018 bis Mai 2019 mit 0,9 Prozent unterdurchschnittlich. Erheblich teurer als ein Jahr zuvor war im Mai 2019 insbesondere Gemüse. Weitere Preiserhöhungen gab es unter anderem bei Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchten sowie bei Brot und Getreideerzeugnissen. Diesen Preisanstiegen standen starke Preisrückgänge bei Obst sowie Speiseölen und Speisefetten gegenüber.
CE-Waren günstiger
Die Preise für Waren insgesamt lagen im Mai 2019 um 1,8 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahresmonat. Neben den deutlichen Preisanstiegen bei den Energieprodukten (4,2 Prozent) verteuerten sich auch Zeitungen und Zeitschriften (4,9 Prozent) sowie Tabakwaren (3,8 Prozent). Einige Waren wurden demgegenüber auch deutlich günstiger (zum Beispiel Mobiltelefone: minus 9,6 Prozent, Geräte der Unterhaltungselektronik: minus 6,9 Prozent).
Im Vergleich zu den Waren erhöhten sich die Preise für Dienstleistungen insgesamt im Mai 2019 gegenüber dem Vorjahr mit 1,2 Prozent weniger stark, maßgeblich bestimmt durch den Preisrückgang bei den Pauschalreisen. Unter anderem verteuerten sich Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (4,7 Prozent) sowie Gaststättendienstleistungen (2,8 Prozent). Bedeutsam für die Preisentwicklung der Dienstleistungen war auch die Preiserhöhung bei Nettokaltmieten (1,4 Prozent), da private Haushalte einen großen Teil ihrer Konsumausgaben dafür aufwenden.
