Villeroy & Boch profitiert vom Auslandsgeschäft
Wesentliche negative Währungseinflüsse resultierten aus den Entwicklungen des US-Dollars, der Schwedischen Krone und des Russischen Rubels. Unter Einbezug der Erlöse aus dem Lizenzgeschäft lag der Umsatz bei 419,6 Mio. Euro. Der Auftragsbestand belief sich zum 30. Juni 2018 auf 103,6 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 107 Mio. Euro). Hiervon entfielen 81,8 Mio. Euro auf den Unternehmensbereich Bad und Wellness und 21,8 Mio. Euro auf den Unternehmensbereich Tischkultur.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg in der ersten Jahreshälfte um fünf Prozent auf 19,0 Mio. Euro. Diese Verbesserung sei im Wesentlichen auf die sehr gute Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Bereich Bad und Wellness zurückzuführen, heißt es beim Unternehmen aus Mettlach.
Bereichs-Entwicklung
Der Unternehmensbereich Bad und Wellness steigerte seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2018 um sieben Prozent auf 303 Mio. Euro. Kursbereinigt lag das Umsatzplus mit 8,9 Prozent noch höher.
Im europäischen Markt entwickelte sich vor allem die Region Südeuropa positiv (plus 18,4 Prozent), während in Deutschland ein leichter Umsatzrückgang zu verzeichnen war (minus 1,1 Prozent). Außerhalb Europas wurde der Umsatz insbesondere in der Wachstumsregion Asien-Pazifik gesteigert (plus 49,7 Prozent), was unter anderem auf die große Nachfrage nach ViClean-Dusch-WCs zurückzuführen ist.
Der Unternehmensbereich Tischkultur erzielte in der ersten Jahreshälfte einen Umsatz in Höhe von 113,6 Mio. Euro und lag damit 4,7 Prozent unter Vorjahresniveau. Diese Entwicklung ist erheblich durch negative Währungseffekte beeinflusst. Kursbereinigt lag der Umsatz zwei Prozent unter dem Vorjahreswert. Inklusive der Erlöse aus dem Lizenzgeschäft betrug der Umsatz 115 Mio. Euro.
Während die Umsatzentwicklung in Deutschland rückläufig war (minus 2,9 Prozent), konnte innerhalb Europas vor allem in den Benelux-Staaten eine Steigerung erzielt werden (plus 4,2 Prozent). In den USA (minus 9,9 Prozent) und im Raum Naher und Mittlerer Osten/Afrika (minus 0,6 Prozent) gingen die Umsätze währungsbedingt zurück. Kursbereinigt wurde hier ein Plus von 1,6 Prozent beziehungsweise 4,8 Prozent erzielt.
Positiv hervorzuheben ist über alle Märkte hinweg die Umsatzentwicklung im Bereich E-Commerce. Hier wurde ein Anstieg um 10,5 Prozent erreicht, den der saarländische Konzern unter anderem auf forcierte Vertriebs- und Marketingaktivitäten zurückführt.
Investitionsvolumen
Im ersten Halbjahr 2018 hat der Villeroy & Boch-Konzern 15,2 Mio. Euro investiert (Vorjahr: 8,8 Mio. Euro). Mit 12,9 Mio. Euro entfiel der Großteil des Investitionsvolumens auf den Unternehmensbereich Bad und Wellness. Dort wurde vornehmlich in neue Anlagen für die Produktionsstandorte Mettlach (Deutschland), Ramos (Mexiko) und Hódmezővásárhely (Ungarn) investiert. Im Unternehmensbereich Tischkultur flossen die Investitionen in Modernisierungsmaßnahmen in den Werken in Merzig und Torgau sowie in die Optimierung des Einzelhandelsnetzwerkes.
Ausblick 2018
„Für das Gesamtjahr gehen wir weiterhin von einer robusten Expansion der Weltwirtschaft aus, wenngleich Risiken wie eine mögliche Verschärfung internationaler Handelskonflikte bestehen. An unseren Umsatz- und Ergebniszielen für 2018 halten wir fest“, erklärt Frank Göring, Vorstandsvorsitzender der Villeroy & Boch AG. Demnach wird eine Steigerung des Konzernumsatzes zwischen drei und fünf Prozent sowie ein Ergebniszuwachs von fünf bis zehn Prozent erwartet.
