WiWo: Eckpunkte der Fusion von Karstadt und Kaufhof stehen
Demnach haben die österreichische Signa Holding von René Benko und der kanadische Handelskonzern Hudson’s Bay (HBC) eine knapp 200 Seiten lange Absichtserklärung unterschrieben, die den Rahmen für das Einbringen von Kaufhof, Karstadt und Karstadt Sport in ein Joint Venture abstecken soll. Laut WiWo trägt die Vereinbarung den Titel „Vereinbarung zu einer Fusion unter Gleichen im europäischen Warenhaus-Geschäft („Wrapper Agreement proposed Merger of Equals for the European Department Store Business“).
Dazu gehört wohl auch, dass Signa etwas mehr als die Hälfte der Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen sowie Beteiligungen an zwei Immobilienpaketen mit Kaufhof-Objekten erhalten und das operative Geschäft managen soll. Der Karstadt-Hauptsitz in Essen soll genauso zur Disposition stehen wie 15 umsatzschwächere Filialen der Warenhaus-Ketten.
Durch die angedachte Zusammenlegung der Bereiche Verwaltung und Einkauf fallen anscheinend Arbeitsplätze weg. Zudem wird es laut WiWo im Umfeld beider Warenhaus-Unternehmen „als unwahrscheinlich angesehen, dass die Mitarbeiter von Kaufhof nach dem Zusammenschluss weiterhin nach dem Flächentarifvertrag bezahlt werden. Bei Karstadt gilt bereits ein deutlich schlechterer Haustarifvertrag.“ Nach diesen Informationen ist eher mit einem Sanierungstarifvertrag für beide Filialketten oder mit dem Karstadt-Haustarif zu rechnen.
